Idealgewicht-Rechner

Die ehrliche Antwort auf "Was ist mein Idealgewicht?" ist keine Zahl, sondern eine Spanne. Zwei gleich große Menschen unterscheiden sich tatsächlich in Knochenbau, Muskelmasse und Fettverteilung; eine einzelne Zahl würde diesen Unterschied wegwischen. Die Rechnung unten gibt dir deine eigene Spanne und zeigt, wo du darin stehst.

Geschlecht

Dein gesunder Gewichtsbereich

53,5 – 72,0kg
  • Body-Mass-Index24,2 kg/m²
  • Körperfettanteil30,6 %
Die Veränderung mit FitDex verfolgen

Diese Zahl stammt aus genau derselben Formel wie in der FitDex-App. Nach der Installation erwartet dich kein anderes Ziel.

Wie wird gerechnet?

Die Spanne wird aus dem als gesund geltenden Band des Body-Mass-Index zurückgerechnet: Untergrenze 18,5 × Größe(m)², Obergrenze 24,9 × Größe(m)². Bei 170 cm sind das 53,5 bis 72,0 Kilo; bei 180 cm 59,9 bis 80,7.

Wir haben das den alten "Idealgewicht"-Gleichungen vorgezogen. Devine (1974), Robinson (1983), Miller (1983) und Hamwi (1964) sind alle noch im Umlauf und alle widersprechen sich: Für eine Frau mit 170 cm nennt Devine 61,6 Kilo, Hamwi 57,9, Miller 58,6. Zudem wurden diese Gleichungen zur Berechnung von Medikamentendosen abgeleitet, nicht zur Festlegung von Gesundheitszielen – sie als gesunden Gewichtsbereich auszugeben, kam später dazu.

Die Spanne ist 6 bis 8 Kilo breit, und diese Breite ist Absicht. Wer viel Muskelmasse hat, kann am oberen Ende gesund sein und wer zierlich gebaut ist am unteren, und genau deshalb stehen der BMI und die Fettschätzung daneben: Sie helfen dir zu erkennen, welches Ende deins ist.

Die Rechnung nimmt neben Größe und Gewicht auch Alter und Geschlecht – aber nicht für die Spanne selbst, sondern für die Körperfettschätzung daneben. Der gesunde Gewichtsbereich hängt nur von der Größe ab; das Körperfett hängt über die Deurenberg-Gleichung auch von Alter und Geschlecht ab.

So liest du dein Ergebnis

Wenn du innerhalb der Spanne liegst, gibt es nichts zu tun. Ans untere Ende zu gehen heißt nicht, gesünder zu sein; wenn das Halten dort ständige Einschränkung verlangt, steigt auch die Rückfallquote, und deshalb ist der Punkt in der Spanne, an dem du ohne Kampf mit dir selbst leben kannst, für dich der richtige.

Liegst du darüber, lies den Abstand als Richtung, nicht als Ziel. Du musst ihn nicht ganz schließen: 5 bis 10 % des aktuellen Gewichts zu verlieren bringt messbare Verbesserungen bei Blutdruck, Blutzucker und Blutfetten – und das meist lange bevor du die Spanne erreichst. Von 90 auf 82 Kilo zu kommen ist ein weit größerer Gewinn als daran zu scheitern, 72 zu erreichen.

Liegst du darunter, schau genauer hin. Untergewicht hat eigene Risiken: Knochendichte, Immunfunktion und Hormonhaushalt leiden. Hier heißt das Ziel nicht abnehmen, sondern hochwertige Kalorien ergänzen und mit Krafttraining Muskeln aufbauen.

Die Richtung zählt mehr als die Zahl. Bei gleicher Größe in einem Jahr von 68 auf 76 zu gehen, ergibt ein völlig anderes Bild als seit zwei Jahren bei 76 zu liegen, und die beiden Fälle lassen sich nur trennen, wenn man einmal pro Woche zur gleichen Zeit unter gleichen Bedingungen wiegt und statt des Einzelwerts die Kurve liest.

Häufige Fragen

Warum nennt ihr keine einzelne Zahl fürs Idealgewicht?

Weil es sie nicht gibt – es gibt nur Seiten, die trotzdem eine nennen. Die vier klassischen Gleichungen, die noch kursieren, weichen bei gleicher Größe um 4 bis 8 Kilo voneinander ab; je nach Wahl verschiebt sich das "Ideal". Eine einzelne Zahl wirkt befriedigender, erzeugt aber falsche Genauigkeit: Wer innerhalb der Spanne kerngesund ist, hält sich für zwei Kilo "zu schwer" und fängt grundlos an, sich einzuschränken.

Ich bin muskulös und liege über der Spanne. Ist das ein Problem?

Wahrscheinlich nicht. Diese Spanne leitet sich aus dem BMI ab und unterscheidet deshalb nicht zwischen Muskel und Fett; wer regelmäßig Kraftsport macht, kann 4 bis 5 Kilo darüber liegen und trotzdem wenig Körperfett haben. Praktisch prüfst du das am Bauchumfang: Unter 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern und mit guter Energie ist ein Wert über der Spanne für sich genommen keine Diagnose. Die Fettschätzung daneben hilft bei genau dieser Unterscheidung.

Wie lange dauert es bis zum Idealgewicht?

Ein tragfähiges Tempo sind 0,5 bis 1 % des aktuellen Gewichts pro Woche – bei 90 Kilo also 450 bis 900 Gramm. Danach sind 8 Kilo eine Sache von 9 bis 18 Wochen. Die echte Kurve ist aber keine Gerade: Sinkt das Gewicht, sinkt auch der Grundumsatz, dasselbe Defizit bringt also mit der Zeit weniger. Deshalb versprechen Seiten, die pauschal mit 7700 Kalorien pro Kilo rechnen, stets schnellere Zeiträume, als eintreten. Der Gewichtskalender von FitDex rechnet das Woche für Woche neu.

Passende Rechner

Dieser Rechner dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sprich mit einer Fachperson, bevor du deine Ernährung dauerhaft umstellst.