BMI-Rechner
Der Body-Mass-Index ist eine einzige Rechenzeile: Gewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat. Er wird seit neunzig Jahren benutzt, weil er billig, schnell und auf der Ebene ganzer Bevölkerungen tatsächlich brauchbar ist; sobald es aber um einen einzelnen Menschen geht, tragen zwei Maße nicht genug Information, um über ihn etwas zu sagen. Unten findest du die Zahl. Und ihre Grenze.
Body-Mass-Index
Normalgewicht
- Dein gesunder Gewichtsbereich53,5 – 72,0 kg
- Körperfettanteil30,6 %
Diese Zahl stammt aus genau derselben Formel wie in der FitDex-App. Nach der Installation erwartet dich kein anderes Ziel.
Wie wird gerechnet?
Die Rechnung ist eine Zeile: Gewicht in Kilogramm geteilt durch Größe in Metern mal Größe in Metern. Für 170 cm und 70 kg: 70 ÷ (1,70 × 1,70) = 24,2. Die Größe geht in Metern ein – wer durch Zentimeter teilt, bekommt eine hundertmal zu kleine Zahl, und genau das ist der häufigste Fehler.
Das Ergebnis wird nach den Schwellen der Weltgesundheitsorganisation eingeordnet: unter 18,5 Untergewicht, 18,5–24,9 Normalgewicht, 25–29,9 Übergewicht, 30–34,9 Adipositas Grad I, 35–39,9 Grad II, ab 40 Grad III.
Dein gesunder Gewichtsbereich ergibt sich aus derselben Gleichung, rückwärts gerechnet: 18,5 × Größe² bis 24,9 × Größe². Bei 170 cm sind das 53,5 bis 72,0 Kilo. Dass die Spanne so breit ist, ist keine Nachlässigkeit: Zwei gleich große Menschen können sich in Knochenbau und Muskelmasse tatsächlich so stark unterscheiden.
Die Körperfettschätzung daneben nutzt die Deurenberg-Gleichung: 1,20 × BMI + 0,23 × Alter − 10,8 × Geschlecht − 5,4, wobei Geschlecht bei Männern 1 und bei Frauen 0 ist. Diese Gleichung nimmt den BMI als Eingabe, ist also keine unabhängige Messung – weil sie aber Alter und Geschlecht berücksichtigt, sagt sie mehr aus als der rohe BMI.
So liest du dein Ergebnis
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fett und Muskeln. Gewicht ist Gewicht. Woher es kommt, fragt er nie, und deshalb kann jemand, der regelmäßig Kraftsport macht, bei 27 liegen und kerngesund sein, während jemand ohne jede Bewegung bei 23 liegt und einen hohen Bauchumfang mit sich herumträgt. Der zweite Fall heißt in der Literatur "normalgewichtige Adipositas". Genau das sieht der BMI nicht.
Bei drei Gruppen lügt die Zahl: Sportler mit viel Muskelmasse (sie wirken schwerer, als sie sind), ältere Menschen (der BMI sinkt mit dem Muskelverlust, während das Fett zugenommen hat) und sehr kleine oder sehr große Menschen (das Quadrieren der Größe verzerrt an den Rändern). Wer dazugehört, schaut nicht auf die rohe Zahl, sondern auf die Fettschätzung daneben und auf den Bauchumfang.
Praktisch heißt das Folgendes. Nimm den BMI als Richtungsangabe, nicht als Alarm. Über 25 heißt nicht "ich muss etwas tun", sondern "ich messe meinen Bauchumfang und schaue mir meinen Körperfettanteil an". Über 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern steigt das Stoffwechselrisiko unabhängig vom BMI; darunter ist ein BMI von 26–27 für sich genommen keine Diagnose.
Die VERÄNDERUNG über die Zeit sagt mehr als der absolute Wert. Bei gleicher Größe in sechs Monaten von 24 auf 27 zu gehen, erzählt etwas anderes, als seit sechs Monaten bei 27 zu liegen. Eine einzelne Messung ist ein Foto. Die Information steckt in der Reihe.
Häufige Fragen
Mein BMI liegt über 25 – soll ich sofort eine Diät anfangen?
Nein. Prüf vorher zwei Dinge. Erstens den Bauchumfang: Maßband auf Nabelhöhe, nach dem Ausatmen, anliegend aber nicht einschnürend, und wenn dabei unter 88 cm bei Frauen und unter 102 cm bei Männern herauskommt, ist ein BMI von 26–27 für sich genommen kein Notfall. Zweitens die letzten zwölf Monate: Ist dein Gewicht stabil und deine Energie in Ordnung, siehst du ein Gleichgewicht und keinen Trend. Stimmt beides, lautet die Antwort nicht Diät, sondern mehr Bewegung und mehr Eiweiß – genau das senkt den BMI ohnehin am ehesten.
Gelten dieselben Schwellen für Kinder und in der Schwangerschaft?
Nein, in beiden Fällen nicht. Bei Kindern und Jugendlichen wird der BMI an alters- und geschlechtsspezifischen Perzentilkurven abgelesen; ein Wert von 22 bedeutet mit zwölf etwas völlig anderes. Deshalb nimmt dieser Rechner kein Alter unter 13 an. In der Schwangerschaft wird er ebenfalls nicht ausgelegt: Der größte Teil der Zunahme ist Kind, Plazenta und Flüssigkeit, und der BMI zählt das alles als Fett. In der Schwangerschaft verfolgt man nicht den BMI, sondern die empfohlene Gesamtzunahme auf Basis des BMI VOR der Schwangerschaft – und das begleitet ärztliches Fachpersonal.
Gelten für Menschen asiatischer Herkunft andere Schwellen?
Ja, und dieses Detail wird oft übersprungen. Nachdem beobachtet wurde, dass Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Risiko in süd- und ostasiatischen Bevölkerungen schon bei niedrigeren BMI-Werten steigen, schlug die Weltgesundheitsorganisation für diese Gruppen 23 als Schwelle für erhöhtes Risiko und 27,5 als Adipositas-Schwelle vor. Der Grund liegt in der Fettverteilung: Bei gleichem BMI kann der Bauchfettanteil höher sein. Die Schwellen auf dieser Seite gelten für die Allgemeinbevölkerung; wenn die Beschreibung auf dich zutrifft, liest du die Zahl besser zwei bis drei Einheiten tiefer.
Worauf sollte ich statt des BMI schauen?
Wenn du eine einzige Zahl willst, taugt das Verhältnis von Taille zu Größe besser als der BMI: Bauchumfang durch Körpergröße teilen und unter 0,5 bleiben. Es ist genauso leicht zu messen und sagt zusätzlich, wo das Fett sitzt. An zweiter Stelle steht die Körperfettschätzung auf dieser Seite. An dritter – und wertvollster – die Reihe: sich wöchentlich unter gleichen Bedingungen zu wiegen und die Kurve zu verfolgen, sagt weit mehr als der Wert eines einzelnen Tages. FitDex hält alle drei auf einem Bildschirm, sodass du siehst, wie sich Gewicht, BMI und Körperfett über die Zeit bewegen.
Passende Rechner
- Taille-Hüft-Verhältnis berechnenTrag Taille, Hüfte und Größe ein und sieh drei Risikomaße auf einmal sowie deinen Zieltaillenumfang. Beim Beispielkörper liegt das Verhältnis bei 0,94, die Zieltaille bei 89 cm und die Differenz bei 9 cm.
- Körperfettanteil-RechnerSchätze Körperfettanteil und Magermasse aus Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht. Wir fragen kein Maßband ab – und schreiben offen, warum, samt Fehlerspanne.
- Idealgewicht-RechnerBerechne den gesunden Gewichtsbereich für deine Größe. Wir geben dir keine einzelne Zahl als "Idealgewicht" – die gibt es nicht. Du bekommst die Spanne, deine Position darin und das für dich passende Ende.
- Kalorienbedarf-RechnerGröße, Gewicht, Alter und Aktivität eingeben und in Sekunden Kalorienbedarf, Grundumsatz und Makroverteilung sehen. Dieselbe Formel wie in der FitDex-App.
Dieser Rechner dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sprich mit einer Fachperson, bevor du deine Ernährung dauerhaft umstellst.